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14.09.2012 Infusion

Gestern war ich mal wieder im Krankenhaus auf der onkologischen Ambulanz. Dort bekomme ich alle drei Wochen eine Infusion, die den Tumor und die Knochenmetastasen in Schach hält. Solange mein Leben denn dauert, werde ich mit diesen Infusionen leben müssen. Aber ich bin auch froh, dass es so tolle Mittel gibt, die soviel Gutes für mich tuen.

Diese Mittel erlauben es  mir länger zu leben. Leider bin ich aber auch natürlich abhängig davon. Ich muss den Urlaub um die Infusionen legen. Ich muss bei jedem Termin schauen, ob ich nicht zur Infusion muss.

 So war ich gestern also mal wieder dort. Bis vor wenigen Wochen wurde mir die Infusion über normalem Venenzugang gelegt. Da ich aber scheinbar so schlechte Venen habe, war das immer eine ziemliche Quälerei, bis die Nadel endlich saß. Im Juli habe ich dann einen Port gelegt bekommen. Das ist ein Venenzugang der unter der Haut liegt. Die Port- OP war sehr schmerzhaft, da auch nur örtlich betäubt wurde. Da meine Venen aber nicht dort liegen, wo andere Menschen diese haben, wurde es eine richtige Quälerei. Aber jetzt hat die Quälerei bei der Infusion ein Ende. So bin ich sehr dankbar, dass ich jetzt den Port habe.

Es wird immer so einfach gesagt, ich solle die Krankheit annehmen. Was heißt das eigentlich? Ich bin jetzt dreimal operiert worden. Jedesmal hatte ich Schmerzen, die mir teilweise erhalten geblieben sind. Mit jeder OP habe ich neue Narben dazu bekommen. Die Krankheit nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch, die mir für das wirkliche Leben fehlt. Wie soll ich das akzeptieren?

14.9.12 09:29

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